Kirschbaumwasen liegt idyllisch an der Murg ca. 8 km südlich von Forbach und ist der äußerste Ortsteil im
Landkreis Rastatt vor "schwäbischem Gebiet". Hier verlief bis 1952 die Grenze zwischen den ehemaligen Ländern
Baden und Württemberg (-Hohenzollern). Kirschbaumwasen zählt heute rund 60 Einwohner. Mit der Einführung
der Stadtbahn auf der Murgtalbahn hat auch Kirschbaumwasen eine eigene kleine Stadtbahnhaltestelle erhalten.
Im Herbst und Frühjahr ist die Murg bei Kirschbaumwasen eine beliebte Wildwasser-Kajak-Strecke.
Der Name der Siedlung hat übrigens nichts mit Kirschbäumen zu tun. Vielmehr zeigt ein Eintrag in alten Kirchenbüchern,
daß der Name sich von "Kirchenbannwasen" ableitet, da die Siedlungsfläche ursprünglich im Besitz des "Heiligenfonds"
war. Zuerst standen hier nur die Behausungen des Grenzförsters und eines Zöllners, bis sich nach und nach Holzhauer
Kohlenbrenner und Schindelmacher ansiedelten. 1914 bis 1918 wurde südlich des Ortes die Staumauer des Murgwerks
(EnBW) erbaut. Von hier wird das Wasser unterirdisch bis nach Forbach ins Rudolf-Fettweis-Werk zur Stromerzeugung
geleitet oder über die Pumpspeicheranlagen in die Schwarzenbach-Talsperre gepumpt.