Für das ganze Tal der Raumünzach sind Waldnutzungen durch Harzer, Köhler, Pottaschebrenner und Hirten schon
seit dem 16. Jhd. nachgewiesen. Die eigentliche Entstehung der Waldkolonien datiert ins 18. Jhd. hinein. 1758 wurde
als dritte Kolonie nach Herrenwies und Hundsbach schließlich Erbersbronn gegründet. Berichte von dieser frühen
Ansiedlung erzählen von weit verstreuten Wohnungen an den Hängen und Bergen des Tales und von der großen Mühsal
mit der die Bewohner ihren Lebensunterhalt zu bestreiten hatten. Auch von einer ehemaligen Zollstelle für Waren, die aus der Ortenau und dem Straßburger Raum kamen, wird berichtet. Die verstreute Siedlungsstruktur lässt sich auch heute
noch bei einem Blick auf die Landkarte oder bei einer Fahrt von Raumünzach nach Hundsbach erkennen.
1930 werden die "abgesonderten Gemarkungen" der Ortsteile Herrenwies, Hundsbach und Erbersbronn schließlich
der Gemeinde Forbach zugeschlagen. Da dies die ersten Ortsteile der Gemeinde waren (vor der Gemeindereform 1974),
werden sie oft als "Alte Ortsteile" bezeichnet. Der Koloniestatus endete offiziell jedoch erst 1975.
Erbersbronn hat heute knapp 50 Einwohner. Hier befindet sich ebenfalls einer der beiden Campingplätze
in der Ferienregion Forbach. Auch einer unserer regionalen Qualitätsrindfleischerzeuger hat hier seinen Sitz
und trägt mit der Rinderbeweidung entscheidend zur Landschaftspflege im Bereich Erbersbronn bei.