Der Antrag auf Erteilung eines Führungszeugnisses ist persönlich bei der Meldebehörde ihres Wohnortes zu stellen.
Bei der Antragstellung müssen Sie angeben, ob Sie das Zeugnis für private Zwecke oder zur Vorlage
bei einer Behörde benötigen. Im ersteren Fall erhalten Sie das Führungszeugnis durch die Post zugesandt,
in letzterem Fall wird es direkt an die Behörde gesendet.

Wenn Sie das Führungszeugnis für eine Behörde benötigen, müssen Sie die Anschrift der Behörde und möglichst
auch Ihr Aktenzeichen angeben. Die Behörde hat dem Antragsteller auf Verlangen Einsicht in das Führungszeugnis
zu gewähren. Bei der Antragstellung kann der Antragsteller verlangen, dass das Behördenführungszeugnis für den Fall,
dass es Eintragungen enthält, zunächst an ein von ihm genanntes Amtsgericht zur Einsichtnahme durch ihn übersandt
wird. Nach der Einsichtnahme leitet das Amtsgericht das Führungszeugnis an die Behörde weiter, falls der
Antragsteller dem nicht widerspricht. In letzterem Fall wird das Führungszeugnis vernichtet.


Die Daten des Führungszeugnisses stammen aus dem Bundeszentralregister. In das Bundeszentralregister
werden beispielsweise strafgerichtliche Verurteilungen, gerichtlich angeordnete Sperren der Fahrerlaubnis,
Entscheidungen von Verwaltungsbehörden und Gerichten, gegebenenfalls Namensänderungen, Vermerke über
die Schuldunfähigkeit sowie gewisse Straftaten, die im Zusammenhang mit der Ausübung eines Gewerbes begangen
worden sind, eingetragen. Allerdings verbleiben die Eintragungen nicht auf Dauer im Register, sondern werden nach
Ablauf bestimmter Fristen gelöscht. Das Führungszeugnis enthält einen Auszug aus dem Bundeszentralregister.
Sind keine Eintragungen vorhanden, steht im Führungszeugnis "Inhalt: Keine Eintragung".
Die betreffende Person darf sich dann als nicht vorbestraft bezeichnen. In Privatführungszeugnissen
werden die wichtigsten Angaben aus rechtskräftigen strafrechtlichen Verurteilungen (z.B. die Straftat und die
Höhe der festgesetzten Strafe) aufgeführt. Das Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde enthält
darüber hinaus noch weitere Angaben (beispielsweise bestimmte Entscheidungen von Verwaltungsbehörden,
wie der Widerruf des Waffenscheins oder einer Gewerbeerlaubnis).


Die Ausstellung eines polizeilichen Führungszeugnis kostet 13,- Euro.
Zur Beantragung müssen Sie einen gültigen Personalausweis oder Pass mitbringen.
Wenn Sie das Führungszeugnis für einen bestimmten Zweck brauchen, bedenken Sie,
dass die Bearbeitung des Antrags und die Übersendung des Führungszeugnisses einige Tage in Anspruch nimmt.






Letzte Änderung: 20.12.2006