Leichtchlorung in den Netzen Hundsbach, Herrenwies, Erbersbronn, Langenbrand und Gausbach

Die Gemeinde Forbach teilt als Betreiber der Ortsnetze
Hundsbach, Viehläger, Herrenwies, Erbersbronn, Langenbrand und Gausbach
in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Landkreis Rastatt mit:

Aufgrund mikrobiologischer Auffälligkeiten findet in den oben genannten Wasserversorgungsnetzen
vorsorglich eine Leichtchlorung statt. Wir bitten die angeschlossenen Haushalte dies zu beachten.

Für das Netz Forbach mit Raumünzach und Rote Lache ist eine Dauerchlorung
durch das Gesundheitsamt Rastatt angeordnet.



Das Trinkwasser wird regelmäßig untersucht.
Beprobt wird sowohl das Trinkwassernetz (Netzprobe), als auch das Rohwasser (Quellen).

Die wöchentlichen Beprobungen zeigen, dass immer wieder Belastungen in den Rohwassern aller Quellen auftreten.

Was ist die Ursache für die mikrobiologische Belastung der Quellen?

Wir gehen von Rohwassereinträgen durch die Bodenpassage aus, die nicht direkt fäkalen Ursprungs sind, sowie die schlechte Filtereigenschaft des Quelleinzugsgebietes und Wetterereignisse wie zum Beispiel Starkregen.


Wie kann die Trinkwasserqualität sichergestellt werden?

Die Gemeinde Forbach ergreift zur Sicherstellung der Trinkwasserqualität in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Rastatt die entsprechenden Maßnahmen. Zur Sicherstellung der Trinkwasserqualität wird in den oben genannten Netzen eine Leichtchlorung durchgeführt. Hierbei darf die Konzentration des Chlors im Trinkwasser maximal 0,3 mg/l freies Chlor betragen. Die Einhaltung dieses Wertes wird durch entsprechende Messungen sichergestellt. Das Trinkwasser ist hierbei weiterhin voll nutzbar, wobei die Nutzer über die Maßnahme zu informieren sind.


Wie können die aufgetretenen mikrobiologischen Belastungen dauerhaft unterbunden werden?

Um die aufgetretenen Grenzwertüberschreitungen im Verteilernetz dauerhaft zu unterbinden wird die Gemeinde Forbach in den nächsten Jahren alle Wasserversorgungsnetze mit einer mikrobiologischen Aufbereitung der Rohwasserquellen ausstatten. Dies erfordert entsprechende Umbaumaßnahmen an den Hochbehältern/Anlagegebäuden, um die erforderliche Technik einbringen zu können. Die Hochbehälter (mit Ausnahme Bermersbach) bieten derzeit räumlich nicht die Möglichkeit, Ultrafiltrationsanlagen aufzunehmen, durch die die Qualität des Wassers sichergestellt werden könnte.

Der bereits 2010 festgestellte hohe Sanierungsbedarf an den Versorgungsanlagen wurde durch die Verwaltung im Jahre 2015 zum Anlass genommen, mit den vorbereitenden Schritten zu beginnen und einen Zuschussantrag für das notwendige Strukturgutachten zu stellen. Die Kosten für das Gutachten beliefen sich insgesamt auf € 74.000. Der Zuschuss von 50 % wurde im September 2016 bewilligt.

Das Strukturgutachten, welches Voraussetzung für die Stellung von Förderanträgen ist, liegt zwischenzeitlich für alle 10 Ortsnetze vor.

Mehrere Hochbehälter sind stark sanierungsbedürftig. Die umfangreichen Sanierungen aller Netzanlagen machen umfangreiche Planungsarbeiten und Investitionen notwendig. Für die jeweiligen Maßnahmen werden Zuschüsse nach den Förderrichtlinien Wasserwirtschaft beantragt.

Noch in diesem Jahr wird mit der Sanierung des Hochbehälters Schwarzenbach begonnen. Zwischenzeitlich liegt ein Förderbescheid in Höhe von ca. 1,4 Millionen Euro vor. Das Strukturgutachten wird dem Gemeinderat in den nächsten Wochen vorgestellt werden. Hiernach soll die Reihenfolge der Sanierungen der weiteren Anlagen festgelegt werden. Die Umsetzung der umfangreichen Maßnahme wird in den nächsten Jahren erfolgen.

Derzeit verfügen die zum Teil stark sanierungsbedürftigen Anlagen nicht über die technische Ausstattung um die Trinkwasserqalität ohne eine Leichtchlorung sicherzustellen.


Wie lange muss die Leichtchlorung aufrechterhalten bleiben?

Für das Netz Forbach mit Raumünzach und Rote Lache wurde bereits eine Dauerchlorung durch das Gesundheitsamt angeordnet. Diese muss für das Netz Forbach mit Raumünzach bis zum Abschluss der Sanierung am Hochbehälter Schwarzenbach aufrechterhalten bleiben.

Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt Rastatt müssen bedauerlicherweise auch die weiteren Netze dauerhaft gechlort werden.  Eine Aufhebung der Maßnahme kommt aufgrund der Ergebnisse der Reihenbeprobungen leider nicht mehr in Betracht. Die Chlorung muss daher bis zum Abschluss der jeweiligen Sanierungen aufrechterhalten bleiben.


Die durch das Gesundheitsamt angeordneten Maßnahmen dienen insgesamt zum Schutze der Bevölkerung. Werden in den Quellwässern der Gemeinde Forbach Indikatorkeime gefunden, muss davon ausgegangen werden, dass auch gegebenenfalls Krankheitserreger im Trinkwasser vorhanden sein könnten. Nur durch die Maßnahme der Leichtchlorung kann sichergestellt werden, dass das gelieferte Trinkwasser einwandfreier Qualität ist.






Letzte Änderung: 26.07.2017