Mitdenken - Mitreden - Mitgestalten


Diese Seite ist ein Informationsangebot der Gemeinde Forbach
zum Projekt Punpspeicherkraftwerk der EnBW.
Weiterführende Informationen zum Projekt, Pressemitteilungen und Informationsbroschüren
zum Download finden Sie auf den offiziellen Seiten der EnBW.



06.10.2016
Projekt Pumpspeicherkraftwerk und Herstellung der Murgdurchgängigkeit
an den Wehren Forbach und Kirschbaumwasen.
Informationsveranstaltung am 18.10.2016 ab 18.00 Uhr in der Murghalle

In und um Forbach plant die EnBW Energie Baden-Württemberg AG die Umsetzung der beiden Projekte
„Pumpspeicherkraftwerk Forbach“ und „Herstellung der Murgdurchgängigkeit am Wehr Kirschbaumwasen und am Niederdruckwerk“.

Das Ausbauprojekt Pumpspeicher ist in der Planung ein gutes Stück weiter fortgeschritten.
Das Thema „Durchgängigkeit an der Murg“ wurde soweit konkretisiert, dass ein realisierbarer Vorschlag
für die Wehre in Forbach und Kirschbaumwasen vorliegt.

Am Dienstag, den 18.10.2016 bietet sich die Gelegenheit, sich in der Murghalle aus erster Hand
über die aktuellen Planungsstände zu informieren.
Ab 18.00 Uhr wird die EnBW AG über den aktuellen Stand der Projektentwicklung
sowie die weiter geplanten Aktivitäten berichten.
Im Anschluss daran besteht Raum für Fragen aus dem Publikum.

Die Gemeindeverwaltung Forbach lädt alle interessierten Bürger herzlich zur Teilnahme ein.




10.01.2013
Öffentliche Auslegung der raumordnerischen Beurteilung für die in Forbach
geplante Erweiterung des Rudolf-Fettweis-Werks (Pumpspeicherkraftwerk)

Die höhere Raumordnungsbehörde beim Regierungspräsidium Karlsruhe hat das von der Vorhabensträgerin
(EnBW Kraftwerke AG, Schelmenwasenstraße 15, 70567 Stuttgart) beantragte Raumordnungsverfahren
für die in Forbach geplante Erweiterung des Rudolf-Fettweis-Werkes (Pumpspeicherkraftwerk)
abgeschlossen und die raumordnerische Beurteilung erstellt.

Über das Ergebnis dieses Raumordnungsverfahrens ist gem. § 19 Abs. 5 Landesplanungsgesetz – LplG-
die Öffentlichkeit zu unterrichten. Hierzu ist die raumordnerische Beurteilung in den von dem geplanten
Vorhaben betroffenen Gemeinden einen Monat lang auszulegen.

Die raumordnerische Beurteilung liegt in der Zeit

vom 14.01. bis einschließlich 15.02.2013

im Bürgermeisteramt der Gemeinde Forbach, Bürgerbüro, Landstraße 27 während der Öffnungszeiten
zur Einsichtnahme aus. Die Öffnungszeiten sind Mo-Fr täglich von 8 bis 17 Uhr, donnerstags bis 18 Uhr.

Die raumordnerische Beurteilung entfaltet gegenüber der Trägerin des Vorhabens und gegenüber Einzelnen
keine unmittelbare Rechtswirkung und ersetzt nicht die für dieses Vorhaben erforderlichen Bauleitplan- und
Genehmigungsverfahren. Sie ist jedoch in diesen Verfahren zu berücksichtigen (§18 Abs 5 LplG).



28.11.2012
Regierungspräsidentin übergibt positive
raumordnerische Beurteilung für Forbacher Pumpspeicherkraftwerk

Ein besonderes „Puzzleteil" zum vorgesehenen Ausbau des Pumpspeicherkraftwerks in Forbach überbrachte
Regierungspräsidentin Nicolette Kressl - den positiven Raumordnungsbeschluss für den Standort Seekopf.
Das rund 100 Seiten starke Werk sei ein wichtiger Meilenstein für das Projekt, allerdings noch keine Baugenehmigung,
machte sie deutlich. In der Beurteilung wurden auch die Standortalternativen der EnBW geprüft, die Entscheidung
für den Seekopf sei nicht zu beanstanden, so Kressl. Bei der Beurteilung geht es um die grundsätzliche Machbarkeit
eines solchen Projekts. Die Erweiterung des bestehenden Kraftwerks sei ein weiterer Baustein zur Umsetzung der
Energiewende. Pumpspeicherkraftwerke seien ideal geeignet, den Strom, den Sonne und Wind in genügender Menge,
aber nicht immer zur richtigen Zeit produzieren, zu speichern, um ihn dann bei Bedarf abrufen zu können, heißt es in
der Begründung für den positiven Bescheid. Auch die Belange des Naturschutzes seien berücksichtigt, so müsse
ausgeschlossen werden, dass die fragile Auerhuhnpopulation Schaden nimmt, betonte die Regierungspräsidentin.
Sie lobte zudem das transparente Verfahren, in dem die Bürger frühzeitig informiert wurden. Möglichen Auswirkungen
auf das Ökosystem Herrenwieser See seien durch Auflagen im Zulassungsverfahren zu begegnen, heißt es in der
Beurteilung des Regierungspräsidiums weiter. Die EnBW Kraftwerke AG plant den Ausbau des Forbacher
Rudolf-Fettweis-Werks zu einem Kraftwerkssystem mit zwei unabhängigen Pumpspeicherkraftwerken.
Das Vorhaben besteht im Wesentlichen aus dem Bau eines Oberbeckens auf dem Seekopf, eines
Kavernenwasserspeichers als Erweiterung des Ausgleichsbeckens Forbach und je eines Schachtkraftwerks
an der Schwarzenbachtalsperre und auf dem Betriebsgelände des Fettweis-Werks.
Als Investitionssumme nannte Dr. Werner Götz, Vorstand Technik der EnBW Kraftwerke AG, den Betrag von

rund 300 Millionen Euro. „Wir begrüßen den positiven Raumordnungsbeschluss des Regierungspräsidiums Karlsruhe
und möchten unsere Anerkennung für die schnelle und zielgerichtete Bearbeitung der Unterlagen aussprechen", sagte
Götz. „Wir sehen den positiven Beschluss auch als ein Zeichen, dass unser Weg einer umfassenden und transparenten
Kommunikation mit allen Anspruchsgruppen in dieser noch recht frühen Phase der Projektarbeit richtig und wichtig war."
Er sei zuversichtlich das Projekt zu realisieren. Die im Raumordnungsbeschluss festgehaltenen Punkte seien für die
weitere Bearbeitung richtungweisend. Forbachs Bürgermeister Kuno Kußmann sprach von einem neuen Kapitel
nach 100 Jahren Wasserkraft-Geschichte. Auch er sieht in der Transparenz des Verfahrens einen wichtigen Aspekt
für die Akzeptanz des Großvorhabens. Projektleiter Oliver Haupt stellte die Planungen vor. Als Bauzeit sind fünf Jahre
einkalkuliert. Frühester Baubeginn könnte, wenn alle erforderlichen Genehmigungen vorliegen, Mitte 2015 sein.
In den kommenden Monaten wird die EnBW die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren vorbereiten.

Eine endgültige Entscheidung über die Realisierung des Projekts wird nach dem Vorliegen einer Genehmigung
des Baubeschlusses durch die Gremien der EnBW getroffen werden.
Text: Badisches Tagblatt, Markus Mack



23.05.2012
Pumpspeicherkraftwerk – Forbach sagt ja

Ein Millionen- und Großprojekt, das geplante Pumpspeicherkraftwerk und die Sanierung des Rudolf-Fettweis-Werkes
in Forbach, nimmt seine erste planerische Hürde: Die Gemeinde Forbach sagt ja zum Raumordnungsverfahren.
Dies, so Bürgermeister Kuno Kußmann, ist alles andere als selbstverständlich, denn die Eingriffe und Auswirkungen
sind erheblich, auf die Bürger der Gemeinde und das Landschaftsbild. Ein Ausgleich der Eingriffe ist möglich
und in vollem Umfange vorzunehmen, nur dann wird letztendlich auch eine Baugenehmigung für das Projekt
zu erwarten sein. Im derzeit laufenden Raumordnungsverfahren werden die verschiedenen Ausbauvarianten geprüft,
um festzustellen, ob das Vorhaben verträglich mit den Planungszielen in der Raumschaft ist.
Forbach sieht im Bau des Pumpspeicherkraftwerkes die notwendige Unterstützung für den Energiewandel.
Die traditionelle Erzeugung von Energie durch Wasserkraft in Forbach muss erhalten und weiter ausgebaut werden.
Dazu gehört heute die effektive Nutzung vorhandener Energie, also die Bereitstellung von Speicheranlagen.
Die Rahmenbedingungen in Forbach sprechen für die weitere Energienutzung am Standort.
Die große Schwarzenbach-Talsperre kann als Ober- bzw. Unterbecken im Bestand genutzt werden.
Die im Unterbecken beim Rudolf-Fettweis-Werk geplanten Kavernen werden nicht ins Landschaftsbild eingreifen
und der Betrieb wird ohne Beeinträchtigungen für die Ortslage erfolgen.
Auch der Bau eines Oberbeckens am ausgewählten Standort Seekopf ist sinnvoll.
Alle anderen Varianten würden erheblich mehr Eingriffe und Beeinträchtigungen für die Gemeinde bringen.
Völlig undenkbar ist der Einstau der Murg im Talbereich. Nach einer grundsätzlichen Diskussion beschloss
der Gemeinderat die förmliche Stellungnahme der Gemeinde im Raumordnungsverfahren.
Die Gemeinde legt Wert darauf, dass bewohnte Bereiche durch Bau und Betrieb so wenig wie möglich beeinträchtigt
werden. Erforderliche Ausgleichsmaßnahmen sind im Planfeststellungsverfahren zu definieren.
Das selbe gilt auch für die Wasser- und Forstwirtschaft. Erholung und Tourismus sind in Forbach ein Wirtschaftsfaktor.
Dieser darf durch die Anlegung der verschiedenen Kraftwerkseinrichtungen nicht beeinträchtigt werden.
Vielmehr sind touristische Angebote zu verbessern. Der zusätzlich erzeugte Strom muss über die vorhandenen
Leitungen abgeleitet werden. Da diese über bewohntes Gebiet führen, sind zum Schutze der Anwohner alle
notwendigen Maßnahmen vorzunehmen und Erschwernisse auszugleichen. Auch hier muss das
Planfeststellungsverfahren konkrete Angaben liefern. Ein erheblicher Eingriff bringt das Millionenprojekt
für den Natur- und Landschaftsschutz. Die Raumordnungsunterlagen zeigen auf, dass die Eingriffe weitgehend sind.
Mögliche Ausgleiche sind aufgezeigt. Die Gemeinde legt Wert darauf, dass die Ausgleichsmaßnahmen
im Einvernehmen mit ihr vorzunehmen sind und diese vordringlich auf Forbacher Gemarkung erfolgen müssen.
Sollten Stiftungen zum Ausgleich der Eingriffe eingerichtet werden, muss die Stiftungsverwaltung
in der Verantwortung der Gemeinde erfolgen. Aus der Bürgerschaft wurde zum Raumordnungsverfahren
nur eine Einwendung vorgetragen. Dies hat der Gemeinderat zur Kenntnis genommen
und in seine Stellungnahme eingearbeitet.



13.04.2012
Eröffnung des Raumordnungsverfahrens

Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat jetzt als zuständige Behörde das Raumordnungsverfahren (ROV)
für die geplante Erweiterung des Rudolf-Fettweis-Werks in Forbach eingeleitet.
Die EnBW-Kraftwerke AG hat Ende März 2012 den Antrag auf Durchführung eines ROV mit integriertem
Zielabweichungsverfahren für das geplante Vorhaben gestellt und die für diese Verfahren erforderlichen Unterlagen vorgelegt.

Die Unterlagen liegen in der Zeit von 11.05. bis einschließlich 11.06.2012 im Bürgermeisteramt Forbach, Zimmer 14
zur Einsichtnahme aus.



10.10.2011
Informationsveranstaltung zum Stand der Projektentwicklung

Die EnBW Kraftwerke AG als Projektträger des geplanten Pumpspeicherkraftwerkes
hat seit Vorstellung der Projektidee im Sommer 2010 ihre Überlegungen
zum Ausbau des Rudolf-Fettweis-Werks konkretisiert. So wurden in den letzten Monaten
unterschiedliche Ausbauvarianten auf ihre technische Machbarkeit untersucht.
Parallel hat die EnBW ein Konzept erarbeitet, wie ein Eingriff in Natur und Umwelt
möglichst schonend vorgenommen und geeignet ausgeglichen werden kann.
Als nächsten Schritt der Projektentwicklung soll diesen Herbst die erste Genehmigungsphase,
das so genannte Raumordnungsverfahren, eröffnet werden.

Die EnBW Kraftwerke AG möchte aktuell und persönlich über den Stand
der Projektentwicklung informieren und hat deshalb zu einer Informationsveranstaltung eingeladen.

Diese ist am
 Montag, 17. Oktober 2011, 18:30 Uhr bis 21:30 Uhr,
im Rudolf-Fettweis-Werk Forbach.

Einlass ab 17:30 Uhr. Auf dem Werksgelände besteht keine Parkmöglichkeit. Bitte nutzen Sie den EnBW-Shuttleverkehr: Dieser bringt Sie ab 17:15 Uhr vom Bahnhof Forbach und vom Parkplatz Murghalle ins Rudolf-Fettweis-Werk und nach Veranstaltungsende wieder zurück.



04.08.2011
Stellungnahme zum wasserrechtlichen Antrag

Dem Landratsamt Rastatt liegt ein wasserrechtlicher Antrag der EnBW Kraftwerke AG vor. Beantragt wird die Erteilung einer wasserrechtlichen Erlaubnis im vereinfachten Verfahren für die Durchführung von Messungen über drei Messwehre an drei Oberflächenwässern im Bereich des künftigen Kavernenspeichers in Forbach. Die Messungen sollen über einen Zeitraum von einem Jahr wöchentlich erfolgen. Mit der beantragten Maßnahme sollen Erkenntnisse gewonnen werden, ob und in welchem Ausmaß sich der geplante Kavernenspeicher auf die Wasserführung von Kleingewässern auswirken kann.

Die Gemeinde ist bis 16.08.2011 um Stellungnahme gebeten. Aus Sicht der Verwaltung bestehen gegen diesen Antrag keine Bedenken. Den interessierten Bürgern wird Gelegenheit gegeben, in die Planunterlagen Einsicht zu nehmen. Sie liegen beim Ortsbauamt, Herrn Wunsch, Zimmer 14, aus. Mögliche Hinweise aus der Bevölkerung können in die Stellungnahme der Gemeinde im Verfahren einfließen.



15.12.2010
Erkundungsbohrungen beim Kraftwerk genehmigt

Die EnBW Kraftwerke AG als Projektträger des geplanten Pumpspeicherkraftwerkes hat
beim Landratsamt Rastatt die Durchführung von zehn Erkundungsbohrungen nordwestlich
des Rudolf-Fettweis-Werkes beantragt. Die Erkundungsbohrungen dienen der Fortführung der
Planungen für das Pumpspeicherkraftwerk. Nach den Höhenlagen soll jetzt im Bereich des
Rudolf-Fettweis-Werkes die Felsformation für das vorgesehene Kavernenkraftwerk und die
Erweiterung der Speicherkapazität untersucht werden. Die Bohrungen müssen in einer Tiefe
zwischen 30 und 400 Meter erfolgen. Der Gemeinderat gab für dieses Vorhaben einstimmig
seine Zustimmung. Es ist die logische Fortsetzung der begonnenen Überprüfungen. Die Gemeinde
legt, wie bei den Probebohrungen im Bereich „Seekopf“, Wert auf eine naturschutzrechtlich
einwandfreie Arbeit. Sollten Wanderwege gesperrt werden, ist eine entsprechende
Umleitung auszuschildern.



01.12.2010
Pumpspeicherkraftwerkausschuss erhält neues Mitglied

Alle Entscheidungen des Gemeinderates zum geplanten Pumpspeicherkraftwerk sollen in einem
beratenden Ausschuss des Gemeinderates bearbeitet werden. Werner Schoch, der für die
CDU-Fraktion im Ausschuss mitarbeiten sollte, hat sich in dieser Angelegenheit für befangen
erklärt. Deshalb war eine Neubesetzung des Ausschusses notwendig. Der Gemeinderat einigte
sich einvernehmlich darauf, dass für Werner Schoch Karl Wunsch nachrückt. Im Übrigen
bleibt der Ausschuss unverändert, das heißt für die CDU arbeiten neben dem Nachrücker Karl
Wunsch Albert Fritz und Andreas Wacker mit. Die Freien Wähler werden von Achim Rietz,
Daniela Senger-Rieger und Reinhard Warth vertreten. Die SPD entsendet Rainer Fritz und
Harald Mungenast in den beratenden Ausschuss.



04.11.2010
Einladung zur Infoveranstaltung -

Erkundungsbohrungen beim „Seekopf“

Die Vorbereitungen für das notwendige Raumordnungsverfahren für das Pumpspeicherkraftwerk Forbach laufen plangemäß.
Jetzt hat der Verfahrensträger, die EnBW, Erkundungsbohrungen im Bereich „Seekopf“ angekündigt.
Die Gemeinde soll gegenüber dem Landratsamt zum Vorhaben Stellung nehmen.
Im Sinne einer umfassenden und frühzeitigen Bürgerbeteiligung bieten Gemeinde, Landratsamt und EnBW eine Infoveranstaltung an.


Diese ist am
 Montag, 15. November 2010, 16.00 Uhr,
im Seminarraum der Murghalle Forbach.

Bei dieser Infoveranstaltung wird über Art und Umfang der geplanten Probebohrungen berichtet.
Mögliche Anregungen und Hinweise können in die Stellungnahme der Gemeinde bzw. in die Genehmigung des Landratsamtes einfließen.

Neben den Pressevertretern ist auch die interessierte Bürgerschaft zu diesem Termin eingeladen.




24.09.2010

Stellungnahme der Gemeinde Forbach zur raumordnerischen Umweltverträglichkeitsprüfung


Die EnBW plant in Forbach die Modernisierung des Rudolf-Fettweis-Werkes und den Ausbau eines Pumpspeicherkraftwerkes. Die Gemeinde hat im Verfahren Gelegenheit, Stellung zum Untersuchungsrahmen zu nehmen. Der vom Gemeinderat mit der Vorberatung der Angelegenheit beauftragte Sonderausschuss „Pumpspeicherkraftwerk“ hat in seiner Sitzung am 23.09.2010 eine Beschlussempfehlung für den Gemeinderat vorbereitet. Darüber wird in der Sitzung am 05.10.2010 in öffentlicher Sitzung entschieden.

Nach dem Grundsatzbeschluss des Gemeinderates soll in allen Verfahrensschritten eine möglichst breite Bürgerbeteiligung erfolgen. Aus diesem Grunde wird nachstehend die Beschlussvorlage des Gemeinderates vorab veröffentlicht:


Die EnBW plant in Forbach die Modernisierung des Rudolf-Fettweis-Werkes und den Ausbau eines Pumpspeicherkraftwerkes.

Pumpspeicherkraftwerke dienen der Nutzung der regenerativen Energie. Ihre Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit wird unsererseits gesehen.

Die Nutzung der Wasserkraft und die Nutzung der Speichermöglichkeiten für regenerativ erzeugte Energien wird auch bzw. insbesondere am Standort Forbach für richtig angesehen. Mit dem vorhandenen Rudolf-Fettweis-Werk werden auf Gemarkung Forbach seit vielen Jahrzehnten die Vorteile der Wasserkraft zur Energieerzeugung und -speicherung genutzt. Die Modernisierung, der Ausbau und die Ergänzung des Werkes nutzt die topografischen Vorteile und schafft Synergieeffekte zu den vorhandenen Einrichtungen.

Deshalb begrüßt die Gemeinde Forbach grundsätzlich die Planungsabsicht, wenngleich das Vorhaben erhebliche Eingriffe und Belastungen für die Gemeinde und ihre Bürger bringen kann. Die Gemeinde Forbach wird im Raumordnungsverfahren und dem folgenden Planfeststellungsverfahren stets einen vollständigen Ausgleich der Eingriffsmaßnahmen und Kompensationsmaßnahmen fordern. Die Gemeinde bittet darum, dass sie in alle Prüfungen eingebunden wird. Ziel ist die Festlegung der Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahmen in Abstimmung mit dem Verfahrensträger EnBW.

Aus Sicht der Gemeinde sind im anstehenden Raumordnungsverfahren folgende Bereiche einer besonderen Prüfung zu unterziehen:

 1. Sicherheit

Die neuen und vorhandenen Einrichtungen verursachen ein neues Gefährdungspotenzial. Dies gilt für die Wasserkraftanlagen und die Stromableitung gleichermaßen. Hier sollten die eingriffsschwächsten und gefahrenvermeidendsten Maßnahmen gewählt werden.

 2. Grundwasser und Trinkwasser

Die Grundwasser- und Trinkwasserversorgung muss in Menge und Qualität nach der Planrealisierung den jetzigen Gegebenheiten entsprechen. Die eingriffsschwächsten Planvarianten sind zu wählen und mögliche Beeinträchtigungen umfänglich auszugleichen. Bezüglich der Wasserrechte ist den Belangen der Gemeinde Vorrang zu geben.

 3. Bau und Betrieb

Die Baumaßnahmen und der Betrieb bringen weitere Beeinträchtigungen für die Bürgerschaft. Auch hier sind Eingriffsauswirkungen darzustellen, zu minimieren und auszugleichen.

 4. Tourismus

Die Maßnahme bringt Einschränkungen im Bereich Tourismus mit sich. Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der Gemeinde. Die Eingriffe sind zu erfassen, zu minimieren und entsprechend auszugleichen.

 5. Waldwirtschaft und Landschaftsschutz

Die Eingriffe in den Bereichen Waldwirtschaft und Landschaftsverbrauch sind zu minimieren, in ihren Auswirkungen darzustellen und Ausgleichsvarianten aufzuzeigen.

6. Schutz von Boden

Die Ausnutzung und Auswertung aller Boden und Felsvorkommen ist im Einvernehmen mit der Gemeinde zu klären.

7. Siedlungsentwicklung

Welche Auswirkungen und Einschränkungen können sich auf die künftige Siedlungsentwicklung der Gemeinde ergeben?




15.09.2010
Pumpspeicherkraftwerk Forbach – Das offizielle Verfahren beginnt

Die EnBW plant auf Gemarkung Forbach ein Millionenprojekt. Das Rudolf-Fettweis-Werk
soll modernisiert und ein neues Pumpspeicherkraftwerk errichtet werden. Dieses Jahrhundertbauwerk
wird Vor- und Nachteile für die Gemeinde mit sich bringen. Die Auswirkungen
werden gewaltig sein. Eine vierjährige Planungsphase und eine vierjährige Bauzeit sind zu
erwarten. Zum Vorhaben ist ein Raumordnungsverfahren durchzuführen. In diesem Verfahren
werden die Geeignetheit des Standortes Forbach sowie verschiedene Lösungsvarianten geprüft.
Die Gemeinde ist vom Regierungspräsidium aufgefordert, Stellungnahme zum Untersuchungsrahmen
im Raumordungsverfahren zu nehmen. Die Entscheidung zu diesem Thema ist
für die Oktobersitzung eingeplant.
In der jüngsten Sitzung legte der Gemeinderat auf Vorschlag von Bürgermeister Kuno Kußmann
das weitere Verfahren fest. Dabei ist nach Ansicht des Bürgermeisters eine größtmögliche
Bürgerbeteiligung notwendig. Darüber hinaus soll auch eine intensive Vorberatung erfolgen.
Dazu wurde jetzt ein Sonderausschuss gebildet. Er hat die Aufgabe, Entscheidungen des
Gemeinderates vorzuberaten. Der beratende Ausschuss „Pumpspeicherkraftwerk“ besteht
neben dem Bürgermeister aus acht Gemeinderäten. Die Fraktionen entsendeten hierfür Albert
Fritz, Werner Schoch, Andreas Wacker, Achim Rietz, Daniela Senger-Rieger, Reinhard
Warth, Rainer Fritz und Klaus Mungenast. Nach den einschlägigen Vorschriften der Gemeindeordnung
kann der Gemeinderat jederzeit sachkundige Bürger in diesen beratenden Ausschuss
zuziehen. Zum ersten Mal tagt dieser beratende Ausschuss am Donnerstag,
23.September 2010.
Die Einbindung der Bürgerschaft soll über eine größtmögliche Öffentlichkeitsarbeit erfolgen.
Entscheidungsvorlagen des Gemeinderates werden im Mitteilungsblatt veröffentlicht. Jeder
Bürger hat dann die Möglichkeit, seine Meinungen und Vorstellungen zur Gemeinderatsentscheidung
einzubringen. Neben dem Mitteilungsblatt soll auch eine entsprechende Internetplattform
entstehen. In allen Gemeinderatsfraktionen wurde dieses Vorgehen als richtig eingestuft.
Mit diesem Weg, so die Meinung der Fraktionssprecher, können die Interessen der
Gemeinde und ihrer Bürgerschaft am besten vertreten werden.



Letzte Änderung: 06.10.2016